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Pflichtfeuerwehr bis 1904

1521
In der Landesgesetzgebung erläßt Herzog Georg die erste sächsische Feuerordnung. Sie führt den Titel: "Begreyff der Fewerordnunge". Sie sollte alljährlich dem Volke öffentlich vorgelesen werden.

1610
Ein Mandat des Kurfürsten Christian II. von Sachsen vom 17.09.1610 befaßt sich ebenfalls mit einer Feuerordnung. Darin wird besonders auf die großen Stadtbrände (Marienberg am 31.08.1610 und Wolkenstein am 13.09.1610) eingegangen.

1717
Durch ein Reskript Friedrich Augusts vom 7. Juli wird angeordnet, daß wegen der großen Feuersbrünste der letzten Zeit Feuerordnungen aufgestellt werden sollen. Außerdem sind überall Feuerlöschgeräte (Leitern, Feuerhaken, Eimer usw.) anzuschaffen Am 7. Februar 1719 und am 14. Oktober 1744 erscheinen dazu weitere Verordnungen.

1719
Generalverordnung von Friedrich August: "Wie Feuersbrünste abzuwenden und bei deren Entstehung allenhalben zu verhalten".

1744
Ein weiteres Mandat vom 14. Oktober trägt den Titel: "Die bessere Einricht- und Beobachtung derer Feuer-Ordnungen im Lande betreffend".

1775
Am 18. Februar erläßt Friedrich August, Herzog von Sachsen ein "Mandat, die auf denen Dörfern zu beobachtende Feuer=Ordnung betreffend". Diese "Dorf-Feuerordnung" gilt auch in unserem Ort bis zum Beginn des 20. Jahrhunderts. Sie ist in folgende 4 Kapitel gegliedert:

  • Cap. I: Was zu Verhütung derer Feuersbrünste zu beobachten.
  • Cap.II: Von denen Feuer=Geräthschaften, und derer darzu=auch zum Löschen anzustellenden Personen Verrichtungen.
  • Cap.III: Wie sich zu verhalten, wenn eine Feuers=Brunst entstehet.
  • Cap.IV: Was nach gedämpften und gelöschten Feuer zu beobachten.

 

Dieses Mandat macht vom heutigen Standpunkt aus betrachtet einen sehr "modernen" Eindruck. Es mußte von den Kanzeln verkündet und der versammelten Gemeinde deutlich vorgelesen werden.

1804
Trotz der Dorf-Feuerordnung von 1775 hat es in Sachsen wieder große Brände gegeben. Deshalb erläßt die sächsische Regierung am 21. Juli eine Generale, "Die Einschärfung einiger Vorschriften der Dorf-Feuerordnung vom 18.2.1775, zur Verhütung der Feuersbrünste und sonst betreffend".

1836
Zwischen 1820 und 1830 ist auf dem heutigen Fabrikberg im Bornwald (585 m) eine mehrstöckige Spinnerei erbaut worden, die mit Wasserkraft betrieben wurde. Zu dieser Spinnerei führte für die Arbeiter von Börnichen der sog. Fabrikweg. 1836 brannte die Spinnerei nieder und blieb wüst liegen.

1839
Im Brandversicherungskataster der Gemeinde vom 01.08.1839 findet sich eine erste Erwähnung eines Spritzenhauses. Als Eigentümer wird die Commune genannt. Der Versicherungswert wird mit 81 Talern angegeben (Ortsl. Nr.9; Flurst. Nr.29/1).

1846
Die erste freiwillige Feuerwehr in Deutschland wird in Durlach bei Karlsruhe gegründet.

1854
In der Winklermühle im Bornwald kommt es erneut zu einem Brand. Zum vorhergehenden Brand konnten noch keine Angaben gefunden werden.

09.03.1874
Gründung der Freiwilligen Feuerwehr Waldkirchen (1. Feuerschutzverein Waldkirchen).

13.06.1875
Gründung der Freiwilligen Feuerwehr Grünhainichen.

13.04.1880
Bei einer Überprüfung weist die Feuerlöschkasse von 1879 Einnahmen von 19,34 Mark und Ausgaben von 43,60 Mark aus. Mithin mußte der Rechnungsführer 24,26 Mark Vorschuß zahlen. (Die Feuerlöschkasse ist immer ein Teil des meist recht knapp bemessenen Gemeindehaushalts.)

13.05.1880
Ein gewisser Martin aus Krum(m)hermersdorf hat angefragt, ob man nicht eine Sammlung für den abgebrannten Richter vornehmen wolle. Der Gemeinderat wäre nicht abgeneigt, wenn der betreffende Richter selbst einen Antrag stellte.


Es kamen 4 Stück "Wachschilder" zur Verteilung, welche für die Mannschaften bestimmt sind, die, wenn ein Feuer im Ort ausbricht, die geretteten Sachen bewachen.

21.03.1881
Die Feuerlöschkasse weist wieder 31 Mark und 60 Pfennige mehr Ausgaben als Einnahmen aus.

15.05.1881
Karl Müller ist zum "Feuerläufer" berufen worden. Durch "Beorderung zur Spritze" erfolgt eine Neuverteilung der Wachschilder.

13.05.1882
Die Feuerlöschkasse weist wieder einen Bilanzfehlbetrag von 105,75 Mark auf.
Für die 3 Abgebrannten in Krum(m)hermersdorf soll der Polizeidiener eine Sammlung von mildtätigen Gaben veranstalten.


Der Häusler Carl Richter wird trotz seiner Bitte nicht vom Spritzendrücken befreit, da er ein Haus besitzt.
Die Wachmannschaft wird neu gewählt.

12.06.1882
Die Brandstätte des Maurers Scheffler soll auf seine Bitten hin in den nächsten Tagen ausgeräumt werden. Auch soll für den Kalamitosen (den Geschädigten) eine freiwillige Sammlung im hiesigen Orte erfolgen. Sie ergab dann 87 Mark und 40 Pfennige.

25.06.1882
Gründung der Freiwilligen Feuerwehr Krumhermersdorf.

08.11.1882
Die Brandstätte des Kistenfabrikanten Louis Hunger soll in ortsüblicher Weise ausgeräumt werden.

10.05.1883
Die Ausräumung der Brandstätte des Holzarbeiters Hermann Mauersberger soll ebenfalls ortsüblich erfolgen.


Sodann wurde die Wachmannschaft neu gewählt.
Schließlich wurde beschlossen, die Spritzenmannschaft in Kenntnis zu setzen, daß beim Ausbruch des Feuers im Orte sowohl die activen Mitglieder wie auch ihre Stellvertreter sofort an Ort und Stelle zu erscheinen haben, und daß der, wer ausbleibt, oder seinen Posten eher verläßt, als es die Umstände gestatten, mit 1 - 3 Mark bestraft wird.

19.07.1883
Erstmals taucht ein Barbestand von 4 Mark und 60 Pfennigen in der Feuerlöschkasse auf.

01.10.1883
Der Waldarbeiter Julius Mauersberger wird zur Wachmannschaft gewählt.

13.11.1883
Der Gemeindevorstand informiert über eine Verordnung der Königlichen Amtshauptmannschaft, die Entflammbarkeit des bei den Händlern geführten Petroleums betreffend. Die entsprechende Untersuchung muß der Apotheker Richter aus Augustusburg durchführen. Dieser will 1883 für jede Untersuchung 3 Mark und in den Jahren darauf 2 Mark verlangen.

04.02.1884
Der Spritzenmeister Gottlob Franke will am 1. März seinen Posten niederlegen. Die Stelle ist im Ort nun neu auszuschreiben. Zur Begleitung und Beaufsichtigung der Spritzenmannschaft bei ausbrechendem Feuer wird Ernst Wagner gewählt. Er erhält dafür jedesmal 1 Mark und 50 Pfennige.

23.02.1884
Carl Auerbach soll Spritzenmeister werden, wenn er die Honorarforderung nicht zu hoch stellt.

01.03.1884
Der Handarbeiter Moritz Wagner wird nun Spritzenmeister, da er im Jahr 10 Mark weniger Honorar (außer Schmiere) verlangt.

08.04.1884
Für den Calamitosen (Geschädigten) Reiter aus Krumhermersdorf soll eine Sammlung von milden Gaben und Naturalien erfolgen.

21.05.1884
Für die durch Brand am 03.02.1884 verunglückten Reuther und Richter in Krumhermersdorf wurden im Dorf 40,35 Mark gesammelt. An Naturalien ergaben sich bei der Sammlung ½ Scheffel Gerste, 10 Bund Haferstroh, 17 Bund und 6 Schitten Stroh, ½ Scheffel Korngemenge, ½ Scheffel Korn und 3 Bund Heu.


Zur Wachmannschaft bei ausbrechendem Feuer werden gewählt: Louis Hunger (48C), Louis Martin und Heinrich Kaden.

09.11.1884
Die Feuerlöschkasse weist 30 Pfennige Mehrausgaben auf.

15.05.1885
Zur Wachmannschaft gehören jetzt: Ernst Otto, Linus Sprunk II, Wilhelm Mai und Gottlob Fritzsche. Zur Leitung der Spritzenmannschaft wurde auf ein Jahr der Gutsbesitzer Ernst Wagner gewählt.

04.06.1885
Für den abgebrannten Kalamitosen Karl Gottreich Fritzsche in Waldkirchen soll im hiesigen Orte eine Sammlung stattfinden. Sie ergab 70,80 Mark.

03.11.1885
Feuerlöschkasse: "15 Pfennige baarer Bestand" und am 20.04.1886 "8 Mark und 73 Pfennige baarer Kassenbestand".

04.06.1886
Der Gemeinderat beschließt, eine neue Feuerlöschordnung einzuführen. Ursache und Anlaß dafür war eine Revision durch den Branddirektor Weigand aus Chemnitz. Außerdem sollen 60 m Hanfschlauchrohre für die Feuerspritze gekauft werden. Zur Wachmannschaft gehören jetzt: Albin Morgenstern und Friedrich Schröter.

28.07.1886
Der Hausbesitzer Ernst Oswald Schröter wird zum Feuerlöschdirektor ernannt.
Der § 18 der am 4. Juni aufgestellten Feuerlöschordnung soll so geändert werden, daß bei einem Feuer außerhalb des Ortes nicht 25 Mann, sondern nur 10 Mann nach dem Brandorte abzurücken haben.

13.09.1886
Das erste Ortsstatut für Börnichen bei Grünhainichen enthält im § 23 folgende Angabe: "Die Regelung des Feuerlöschwesens bleibt besonderer Regulierung vorbehalten".

18.10.1886
Die neue Feuerlöschordnung ist von der Königlichen Amtshauptmannschaft in Flöha genehmigt worden. Sie soll in 200 Exemplaren gedruckt werden.

12.04.1887
Feuerlöschkasse: "189,39 Mark baarer Cassenbestand".

23.05.1887
Es wird festgelegt, für die Pflichtfeuerwehr umgehend 3 Signalhörner anzuschaffen.
"Es ist vorgekommen, daß mehrere Leute wiederholt nicht zur Übung erschienen sind und sich mit Krankheit entschuldigten. Nach § 26 der Feuerlöschordnung soll in zweifelhaften Fällen ein Arzt hinzugezogen werden".

24.11.1887
Der Gemeindevorstand legt das Verzeichnis der feuerwehrpflichtigen Mannschaften vor. Nach § 4 der Feuerlöschordnung wurden für 1888 gewählt: Als Führer der Löschmannschaft Oskar Uhlig, zum Stellvertreter Emil Enger; für die Rettungsmannschaft Karl Gustav Fischer, sein Stellvertreter Karl Uhlmann; für die Wachmannschaft Emil Uhlmann, sein Stellvertreter Moritz Emil Seifert.

17.05.1888
Feuerlöschkasse: 169,19 Mark Bestand.

15.11.1888
5 Helme sollen angeschafft werden:

  • 1 für den Gemeindevorstand,
  • 1 für den Feuerlöschdirektor,
  • 3 für die Führer der Mannschaften.

 

Spritzenmeister bleibt Ernst Reichel.


Gewählt werden außerdem:

  • als Feuerlöschdirektor Oswald Schröter, Stellv. Bernhard Sieber,
  • als Führer der Löschmannschaft Oskar Uhlig, Stellv. Bruno Martin,
  • als Führer der Rettungsmannschaft Franz Georg Hunger, Stellv. Karl Uhlmann,
  • als Führer der Wachmannschaft Ernst Emil Hunger, Stellv. Emil Seifert.

31.01.1889
Der Brandkalamitose Christian Gottlob Reuther aus Krumhermersdorf bittet um eine Sammlung.

25.03.1889
Feuerlöschgeräthschaftscasse: Bestand 179,21 Mark.

03.06.1889
Für die am 2. Mai in Waldkirchen bei einem Unwetter mit Gewitter Geschädigten soll auf Anraten der königlichen Amtshauptmannschaft die Unterstützung organisiert werden. Eine Sammlung ergibt 71,05 Mark.

10. oder 16.06.1889
Das Haus des Maurers Ernst Richter wird durch einen Blitzschlag eingeäschert. Die Brandstätte soll wie üblich "ausgereinigt" werden. Eine Aktennotiz dazu besagt: Da das mit einem Türmchen versehene Schulgebäude sehr hoch steht und der Blitz innerhalb der letzten 15 Jahre viermal, letzthin am 16. Juni dieses Jahres in großer Nähe eingeschlagen und die umliegenden Gebäude eingeäschert hat so ist es dringlich angezeigt, daß das Schulgebäude mit einer guten Blitzableitung versehen werde.

02.12.1889
Die Wahlen in der Pflichtfeuerwehr bestätigen die Wahl vom 15.11.1888. Nur Franz Emil Hunger wird stellvertretender Führer der Wachmannschaft.

25.04.1890
Feuerlöschkasse: Bestand 171,56 Mark.

29.04.1891
Gemeindevorstand Ullmann aus Krumhermersdorf stellt einen Antrag auf Beihilfe für den abgebrannten Gottlieb Harnisch. Es soll eine Sammlung erfolgen.

19.11.1891
Feuerlöschkasse. "90,10 Mark barer Cassenbestand".

03.12.1891
Es erfolgen Neuwahlen nach § 4 der Feuerlöschordnung. Veränderungen ergeben sich nur in der Wachmannschaft. Führer wurde Emil Uhlmann, sein Stellvertreter Franz Emil Hunger.

11.04.1892
Im Ratsprotokoll heißt es: "Die alte Spritze soll zusammengeschlagen und die Metallteile verkauft werden". Zur Gewitterwache sollen künftighin jedesmal 12 Mann von der Pflichtfeuerwehr gestellt werden und soll der jedesmalige Wachtermin dieser 12 Mann 14 Tage dauern. Die aktive Löschmannschaft ist von der Gewitterwache befreit.

14.06.1892
Feuerlöschkasse: 83,64 Mark Kassenbestand.

16.11.1892
Gewählt wurden für die Pflichtfeuerwehr:

  • Feuerlöschdirektor: Franz Hunger, Fabrikbesitzer, Stellv.: Emil Uhlmann, Schuhmacher,
  • Spritzenmeister: Clemens Lindner, Stellmacher, Stellv.: Bruno Martin, 24B,
  • Führer Löschm.: Oskar Uhlig, Fleischer, Stellv.: Ernst Louis Hunger, Kistenmacher, 55C,
  • Führer Rettungsm.: Otto Fischer, Bäcker, Stellv.: Karl Uhlmann, Gutsbesitzer,
  • Führer Wachm.: Franz Hunger, Kistenfabrikant, Stellv.: Bruno Schmidt, Handelsmann.

19.12.1892
Bruno Martin hat die Wahl zum Stellvertreter des Führers der Löschmannschaft abgelehnt. An seine Stelle tritt Ernst Louis Hunger, jun., Kistenmacher.

27.04.1893
Feuerlöschgerät-Kasse: 113,37 Mark barer Kassenbestand.

29.11.1893
Die Wahl der Mannschaften ergab Bestätigung der Wahl vom 16.11.1892.

15.03.1894
Zur besseren Brandbekämpfung soll die Pflichtfeuerwehr zwei Steigleitern, zwei Haken mit Seil und einige Äxte erhalten. (Ratsprotokoll) Der Stellmacher Clemens Lindner will die große Esche beim Spritzenhaus kaufen. Sie soll aber dieses Jahr noch stehenbleiben.

09.05.1894
Die Feuerlöschgeräthe-Kasse hat in Einnahmen und Ausgaben je 225,88 Mark.

13.12.1894
Bei den Wahlen der Pflichtfeuerwehr werden die Ausscheidenden wiedergewählt.

18.04.1895
Feuerlöschgerätkasse: 28,71 Mark.
"Das fragliche Grundstück beim Spritzenhause fällt laut Ergebnis des Vermessungsingenieurs der Gemeinde zu. Der seinerzeit vom Gutsbesitzer Karl Uhlmann als eigentümlich angesehene Eschenbaum auf diesem Grundstück, beziehentlich der Erlös dafür gehört somit auch der Gemeinde."

15.05.1895
Die Reinigung der Spritzenrohre soll dem Spritzenmeister übertragen werden, wofür ihm eine Extravergütung von 7 Mark gewährt wird.

21.11.1895
Ab 21.11.1895 soll bei auswärtigen Bränden nicht mehr mit der Glocke auf der hiesigen Schule Sturm geläutet werden.
Die Führer der Pflichtfeuerwehr werden wiedergewählt.


Vom 1. Januar 1896 an sollen nur diejenigen der Pflichtfeuerwehr beizutreten verpflichtet sein, welche 21 Jahre alt sind.

29.04.1896
Die Feuerlöschgerätekasse weist keinen Bestand aus. Als Signalist der Pflichtfeuerwehr wird Theodor Bergert gewählt.

09.09.1896
"Betreffs des zu erbauenden Geräteschuppens will man erst das Urteil über die fernere Brauchbarkeit des hiesigen Spritzenhauses von Seiten des von der Königlichen Amtshauptmannschaft beauftragten Revisors für die hiesige Pflichtfeuerwehr, Dr. Kellerbauer aus Chemnitz, abwarten."


Für den am 6. d. M. abgebrannten Richard Enger (Ortl. Nr. 47B?) soll, als bei dem Brande am meisten Geschädigten, zumal er nicht versichert hatte, in der Gemeinde eine Sammlung veranstaltet werden.

02.12.1896
Feuerlöschdirektor wird Fabrikbesitzer Franz Hunger, dessen Stellvertreter Oskar Reuschel. Bei den Mannschaften wird nur als Stellvertreter der Rettungsmannschaft Karl Hermann Horn neu gewählt.

21.04.1897
Feuerlöschgerätkasse: 10,25 Mark Bestand.

02.06.1897
In seiner Sitzung legt der Gemeinderat fest, daß das baufällig gewordene und zu kleine Spritzenhaus abgebrochen und ein neues und größeres gebaut werden soll.


Vorher aber wird der Herr Gemeindevorstand Hunger Rücksprache mit den angrenzenden Grundstücksbesitzern nehmen wegen des zur Vergrößerung nötigen anzukaufenden Grundes, auch den hierzu nötigen Riß anfertigen und sich Kostenanschläge einreichen lassen.

12.08.1897
Der Gemeinderat nahm Einsicht von der Zeichnung für das Spritzenhaus. Kostenanschläge lagen noch nicht vor.

08.09.1897
Unter den Bewerbern für den Neubau des Spritzenhauses erhält der Baumeister Schröter aus Grünhainichen den Zuschlag.

10.11.1897
Die Führer und Stellvertreter der Pflichtfeuerwehr werden wiedergewählt.

14.04.1898
Die Feuerlöschgerätkasse weist bei Einnahmen und Ausgaben 117,35 Mark aus.

22.06.1898
Karl Auerbach fordert 20 Mark und Julius Uhlmann 40 Mark für das abgetretene Grundstück zum Bau des Spritzenhauses. Beide Forderungen werden bewilligt.

22.12.1898
Es erfolgen die Wahlen zur Pflichtfeuerwehr:

  • Führer der Löschmannschaft: Bruno Lindner, Stellv.: Louis Hunger,
  • Führer der Rettungsmannschaft: Otto Fischer, Stellv.: Oswald Claas,
  • Führer der Wachmannschaft: Paul Hänel, Stellv.: Julius Martin.

29.01.1899
Gründung der Freiwilligen Feuerwehr Wünschendorf.

19.04.1899
Feuerlöschgerätkasse: 29,61 Mark.

 

©Gemeinde Börnichen, Dr. M. Schönwitz 2009